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Festival für regionale Impulse Eisenerz

18. - 21.8.16

Hinterland

Live

„Hinterland als fixe Größe im österreichischen Rap-Geschehen melden sich nun nach einer kleinen Pause wieder zurück. Nach dem Debut „Zwa Seitn“ gelang den „Hillbillies“ aus dem Mühlviertel 2011 mit „Voixsmusik“ ein beherztes und vielbeachtetes Album. Hits wie „Schwiegarapper“, „Bauan liagn ned“ oder eben „Voixsmusik“ sind in bester Erinnerung.

Das neue Werk „Bis ana reat“ wird wie bisher beim Linzer Label Tonträger Records veröffentlicht und bietet vorerst einmal angenehm Gewohntes. Die Raps bleiben nämlich wie immer durch die Bank in oberösterreichischer Mundart gehalten. Bevor man aber meint „More of the same“ serviert zu kriegen, merkt man sofort, dass das aber schon alles ist, was als Konstante bleibt. Im Hinterlanduniversum hat es Erkenntnisse, Verschiebungen und Veränderungen gegeben, die passieren sollten, ja müssen, wenn man der Weiterentwicklung seiner Sache keinen Riegel vorschieben will und inhaltlichen sowie kreativen Fortschritt forciert. Ein Knackpunkt für die Jungs ist: Der selbstauferlegte Hillbilly-Bauern-Schmäh muss nicht mehr offensichtlich übergezogen oder strapaziert werden. Er ist eine Selbstverständlichkeit geworden, die jetzt, da diese Sache eindeutig geklärt ist, Tiefgehendes und Experimentelles, musikalisch als auch thematisch, ermöglicht, zulässt, ja sogar herausfordert. Nicht dass auf Partytracks verzichtet wird („Wochenend“) oder die typisch wiffe Lockerheit leiden müsste. Es ist jetzt viel mehr Platz für persönliche Themen und Statements zur Lage. Hinterland war ja schon immer die Crew die eine ernsthafte Haltung gegenüber politischen und gesellschaftskritischen Themen an den Tag legen konnte ohne verbissen oder verbohrt zu wirken. Man höre hierzu „Ois wird guad“, „A Woikal“ oder „Ned Perfekt“. „Bis ana reat“ ist / klingt insgesamt einfach erwachsener. Es ist ein cleverer Entwurf wie ein (Mundart-) Rap-Album 2014 im modernen Gewand daherkommen kann.

Das spiegelt sich auch im Sound wieder. GC hat dafür gesorgt dass Mischung und Mastering stimmen und von straighten Boom Bap bis 808 Bässen zu vertrackten Beats mit deepen Synths etc. alles soundmässig auf der Höhe der Zeit ist. Er hat die Stärken der verschiedenen Produzenten (Alex the Flipper, Kalifornia Kurt, Concept, Roland von der Aist & Abby Lee Tee) hervorgehoben und auf ein Toplevel gebracht. Mehr State of the Art geht nicht.“ Harald „Huckey“ Renner (Texta)

www.facebook.com/hillbillysouldiers
hillbillyrec.bandcamp.com/

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